Die eine Eröffnung erfolgte am 27. September 1969 und die erfolgte am 12. Juli 1969. Hier die Geschichte der beiden S-Bahnen aus Halle und Leipzig.

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Zwischen Halle(S) und Leipzig gab es seit jeher einen dichten Personenverkehr, der den Ballungsraum der beiden mitteldeutschen Großstädte erschloss. Ab 1928 verkehrten hier die elektrischen Triebzüge der Baureihe ET/ES 41 in einem Vorort-Schnellverkehr, der jedoch nicht als S-Bahn eingestuft war. Erst ab 1969 ging in Halle und Leipzig jeweils ein eigenständiges S-Bahn Netz in Betrieb.

S-Bahn Halle/Saale

Das Hallenser Netz besteht im Grunde nur aus einer Linie. Sie entstand im Zuge der Errichtung des Stadtteil Halle-Neustadt und führte von Halle-Trotha im Nordosten über Halle Hbf nach Halle-Dölau im Nordwesten. Die S-bahn umrundete die Stadt quasi in U-Form. Die Eröffnung erfolgte am 27. September 1969, wobei der Abschnitt Halle Hbf - Halle-Trotha anfangs noch nicht elektrifiert war. Erst zum 1. Oktober 1972 wurde der durchgehendeelektrische Zugbetrieb eingeführt. In den achtziger Jahren gab es größere Pläne, das Netz auszubauen und die Taktdichte der Züge zu erhöhen. Aufgrund der deutlich sinkenden Einwohnerzahl der Stadt Halle nach der politischen Wende wurden sie jedoch nicht mehr verwirklicht. Im Prenzip besteht die Hallenser S-Bahn somit in Form der Linie S7 bis heute unverändert, allerdings wurde der Verkehr zwischen Halle-Nietleben ind Halle-Dölau zum 1. August 2002 eingestellt und dieser Abschnitt zum 31. Dezember 2003 stillgelegt.

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S-Bahn Leipzig

Das Leipziger S-Bahn-Netz wurde am 12. Juli 1969 eröffnet. Es bestand zunächst aus einem östlichen und westlichen Linienast, die ihren Ausgang jewils im Leipziger Hauptbahnhof hatten und im Bahnhof Markkleeberg wieder aufeinander trafen und von dort gemeinsam bis Gaschwitz führten. Die beiden Abschnitte beschreiben somit die Form eines Herzes, in der die Züge die Stadt in beide Fahrtrichtungen anfangs als Line S1 und S2 einem Ring umfahren. Am 26 Mai 1974 wurde das Netz bis nach Wurzen erweitert, wobei die Strecke als Linie B bezeichnet wurde. Die Herz-Ringlinie wurde fortan für beide Fahrtrichtung als Linie A geführt. Zwischen 1977 und 1983 wurde schrittweise das Neubaugebiet Grünau durch die S-Bahn erschlossen, wobei die Linie C von Plagwitz bis zur Miltitzer Allee entstand. 1984 wurden die Linien neu geordnet, im dem der Ringverkehr augegeben wurde. Stattdessen führt die Linie A nun von der Miltitzer Allee über Plagwitz Hauptbahnhof und den Ostast nach Gaschwitz, während der weniger frequentierte Abschnitt Plagwitz - Gaschwitz des Westastes zur Linie C wurde. Nach der Wende erhielten die drei Linien wieder Nummernbezeichnungen:

S Bahn Leipzig bis 2002

Die S2 Gaschwitz - Plagwitz wurde im Dezember 2002 eingestellt. Im Zuge der Bauarbeiten des City-Tunnel wurde die S1 ab Dezember 2004 in Leipzig Hbf gebrochen, indem der Westabschnitt weiter als S1 geführt wurde und der Ostabschnitt nunmehr S2 heißt. Während die Linien S2 und S11 in den Linien MRB2 Leipzig Hbf - Borna - Geithain und MRB11 Leipzig - Wuzen der Mitteldeutsche Regiobahn aufging, wurde der verbleibende Betrieb der S1 Miltitzer Allee - Leipzig Hbf zum 30 April 2011 vorläufig sowie auf dem S-Bahn Abschnitt Leipzig Ost - Leipzig Stötteritz zum 24 November 2012 endgültig eingestellt. Erst mit der Eröffnung des Mitelldeutschen S-Bahn-Netzes werden auf der S1 wieder Züge bis zur Miltitzer Allee fahren.

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S-Bahn Verbindung zwischen Halle und Leipzig (S10 - HALLEIPZIG)

sEine S-Bahn-Verbindung zwischen Halle und Leipzig besteht hingegen erst seit Dezember 2004 mit der Linei S10 über Gröbers und Schkeuditz. Hierfür wurde eine komplett neue S-Bahn-Strecke gebaut, die von Leipzig Leipzig Hbf über Gohlis dierekt nach Wahren und weiter nach Halle führt und somit den Umweg über Wiederitzsch umgeht.

S-Bahn Leipzig / Halle

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